Portugal
Atelier Carvalho Araújo
Juan Rodriguez
Das an einem steilen Hang im Caniçada-Tal gelegene Haus Casa do Gerês entsteht aus der natürlichen Topographie, die von einem vorhandenen Bach geformt wird, der das gesamte architektonische Konzept prägt. Das Gebäude besteht aus einer horizontalen Plattform, die sich über die Landschaft erstreckt und von einer L-förmigen Betonmauer gestützt wird, die das Terrain aufnimmt und Servicebereiche beherbergt. Über dieser Basis hebt sich eine leichte Struktur von den Betonelementen ab und ermöglicht eine fließende Verbindung zwischen den vertikalen und horizontalen Ebenen. Der Zugang zum Wohnhaus erfolgt von der oberen Ebene aus, die sich in das Gelände einfügt und einen weiten Blick auf das Tal und den sich schlängelnden Bach darunter bietet.
Der Entwurf legt Wert auf die Kontinuität zwischen Innen- und Außenbereich, indem einheitliche Materialien verwendet werden, um das Gefühl des Zusammenhalts zu verstärken. Ein geräumiger zentraler Wohnbereich öffnet sich zu einer großen Veranda, die die Verbindung des Hauses mit dem Außenbereich unterstreicht. Die Küche und die dazugehörigen Servicebereiche befinden sich auf der gleichen Ebene. Gleichzeitig befinden sich die privaten Wohnbereiche auf einem erhöhten Zwischengeschoss, das ein Gleichgewicht zwischen gemeinschaftlichem Leben und persönlichem Rückzug schafft.